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Ich lebe seit dem 14.10.05 in Hamburg. Vorher habe ich mit meinen zwei Schwestern, meinen Eltern und weiteren Katzen in St. Gallen den Haushalt von Eva unsicher gemacht.
Nun aber der Reihe nach.
Meine Geschwister und ich wurden am 22.06.05 geboren. Für unsere Mama - die heißt Mia - war es, so hat Eva jedenfalls erzählt, eine völlig problemlose Geburt und auch Papa Lancet war und ist sehr stolz auf uns.
Wir drei waren schon „vorbestellt“ und als meine neuen Menschen – Susanne und Peter – die Nachricht von meiner Geburt erhalten haben, war die Freude riesig groß. Ich soll nämlich bei ihnen Zuchtkater werden, was immer das auch bedeuten mag.
Aber nun zurück zu meinen ersten Lebenswochen. Mama Mia hat uns vorbildlich versorgt und erzogen. Eva und die anderen Katzen haben natürlich dabei geholfen, dass wir alles lernen, was Somalis so auszeichnet. In dieser Zeit bekam Eva auch Besuch von Mia’s Züchterin. Sie wollte uns unbedingt „begutachten“ und sehen, was Mia und Lancet zustande gebracht haben. Da sie schon lange züchtet, hat sie wohl einige Erfahrung und „den Blick fürs Wesentliche“. Natürlich hat sie auch gleich gesehen, dass Eva mit ihrer Vermutung, dass wir alle Somalis sind, Recht hatte. Das war absolut nicht sicher, da unsere Mama eine Aby variant ist.
Unsere Impfungen und Untersuchungen haben wir – wie es für Somalis üblich ist – ohne zu meckern hinter uns gebracht. Ich habe auch gelernt, dass die Tasche, die Eva für meine Flugreise gekauft hat, nichts Gefährliches ist. Wir haben das Ding erstmal als Tobe- und Versteckmöglichkeit ausgetestet. Dann hat Eva mich damit „zur Probe“ durch die Wohnung getragen und ich habe es mir darin gemütlich gemacht.
Vor der Reise brauchte ich natürlich auch einen Mikrochip. Das ist so ein kleines elektronisches Teil, das die Tierärztin mir mit einer dicken Spritze an der linken Schulter unter die Haut gespritzt hat. Ich war ganz tapfer, obwohl mir das Ganze nicht geheuer war. Eva hat dazu auch ein kleines Buch bekommen, in das alle meine Daten und Impfungen eingetragen wurden. Sonst hätte ich nicht von St. Gallen nach Hamburg reisen können.
Inzwischen habe ich mich gut eingelebt. Es war zuerst aber doch etwas komisch. Susanne und Peter sprechen anders als Eva und auch die Katzen von ihnen waren zuerst ganz fremd, aber wir haben recht schnell Freundschaft geschlossen. Ich habe einfach gejault und mich auf den Rücken gelegt, wenn mich einer angefaucht hat, ich weiß eben, wie sich ein kleiner Kater zu verhalten hat.
Hier gibt es ganz tolles Spielzeug und wir dürfen überall toben. Ich musste natürlich erstmal die Kratzbäume ausprobieren und alle Ecken und Winkel kennen lernen, aber inzwischen bin ich hier ganz zuhause und langsam fange ich an mich für Bayanga und Ciruja zu interessieren, nicht nur zum toben. Die beiden riechen manchmal ganz toll, aber ich weiß noch nicht so recht, was ich dann machen soll. Aber das werde ich schon noch lernen.
Bis dahin Euer Nakinyo
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